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UNESCO-WELTERBE SchUM-Stätten
Speyer, Worms und Mainz

SchUM שו"ם

ein Akronym aus den Anfangsbuchstaben der mittelalterlichen hebräischen Städtenamen.

SchUM-Artist in Residence 2026

SchUM-Artist in Residence 2025/2025

Nach dem erfolgreichen Auftakt 2022 und der Fortsetzung 2024 haben die SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz gemeinsam mit dem SchUM-Städte e. V. nun zum dritten Mal das internationale Künstlerresidenzprogramm „SchUM-Artist in Residence“ ausgeschrieben. Die eingereichten Projektvorhaben aus aller Welt spiegelten ein breites Spektrum an künstlerischen Ansätzen, Perspektiven und Hintergründen wider und zeugten von einer intensiven Auseinandersetzung mit den Zielen des Stipendiums: einer künstlerischen Reflexion über die historischen Orte, die reiche jüdische Geschichte und die Kultur in SchUM.

Eine mit ausgewiesenen Expert:innen der Bereiche Judaistik, Kunst, Kultur, Musik, Architektur und Literatur hochkarätig besetzte Jury wählte im Dezember 2025 drei Kunstschaffende aus, deren Arbeiten sich durch Innovationskraft, künstlerische Tiefe und eine überzeugende Auseinandersetzung mit dem UNESCO-Welterbe SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz auszeichnen. Die drei Stipendiat:innen Roy Efrat, Atalya Laufer und Raphaël Fischer-Dieskau werden von Ende April bis Ende Mai 2026 jeweils in einer der drei SchUM-Städte leben und arbeiten.

Gemeinsam repräsentieren diese drei Positionen einen vielfältigen, innovativen und verantwortungsvollen Umgang mit dem jüdischen Erbe und der jüdischen Geschichte der SchUM-Gemeinden, den historischen Orten und der Erinnerung. Durch ihre Arbeiten erschließen sie sie für unsere Gegenwart.“ (SchUM-Artist in Residence Jury)

Aktuelles

Mit Expert:innen-Führungen durch die Wormser Mikwe und dem SchUMobil

Soft-Opening Mikwe und Synagogengarten in Worms am 12. April

Vier Jahre lang waren das Nordportal der Wormser Synagoge, der Synagogengarten und die Mikwe hinter Bauzäunen verborgen, von Schutzdächern verhüllt und nicht zugänglich – nun erstrahlt der Synagogenbezirk beim Veranstaltungswochenende „Worms blüht auf“ in neuem Glanz! Am 12. April sind

Soft-Opening Template

Vier Jahre lang waren das Nordportal der Wormser Synagoge, der Synagogengarten und die Mikwe hinter Bauzäunen verborgen, von Schutzdächern verhüllt und nicht zugänglich – nun erstrahlt der Synagogenbezirk beim Veranstaltungswochenende „Worms blüht auf“ in neuem Glanz! Am 12. April sind Mikwe und Synagogengarten im Rahmen eines Soft-Openings zum ersten Mal wieder erlebbar.

Was Sie erwartet?

  • Exklusive Kurzführungen mit dem SchUM-Städte e.V. und der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Worms zur mittelalterlichen Mikwe und dem Synagogengarten
  • Der neugestaltete, barrierearme Synagogengarten, der künftig faszinierende Einblicke in die Geschichte und Bedeutung des Synagogenbezirks geben wird
  • Das mobile Besuchszentrum SchUMobil, mit dem spielerisch das UNESCO-Welterbe SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz entdeckt werden kann

Synagogenbezirk Worms 12. April 2026
Synagogengarten: 10–17 Uhr
SchUMobil: 12–17 Uhr
Mikwe-Führungen: 30 Minuten, 14 / 15 / 16 Uhr

Die kostenfreien Expert:innen-Führungen zur Mikwe sind auf maximal 10 Personen pro Termin begrenzt. Eine vorherige Anmeldung per E-Mail an info_at_schumstaedte.de ist erforderlich.

Öffentliche Rundgänge zum Heiligen Sand ab 20. März

Bereits seit dem 11. Jahrhundert besteht der jüdische Friedhof „Heiliger Sand“ in Worms. Der älteste erhaltene jüdische Friedhof Europas liegt außerhalb der mittelalterlichen Stadtgrenzen. Rund 2.500 Grabsteine zeugen von einer jahrhundertealten Geschichte und machen den Friedhof zu einem einzigartigen Kulturdenkmal

Heiliger Sand Worms

Bereits seit dem 11. Jahrhundert besteht der jüdische Friedhof „Heiliger Sand“ in Worms. Der älteste erhaltene jüdische Friedhof Europas liegt außerhalb der mittelalterlichen Stadtgrenzen. Rund 2.500 Grabsteine zeugen von einer jahrhundertealten Geschichte und machen den Friedhof zu einem einzigartigen Kulturdenkmal von internationaler Bedeutung. Zahlreiche bedeutende Gelehrte und Rabbiner fanden hier ihre letzte Ruhe, weshalb der Ort bis heute ein wichtiges Ziel für jüdische Gläubige aus aller Welt ist.

Seit Juli 2021 gehört er neben dem Synagogenbezirk mit Synagoge, Raschi-Jeschiwa, Mikwe und Raschi-Haus zum UNESCO-Welterbe SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz.

Ab dem 20. März findet immer freitags um 15 Uhr ein einstündiger Rundgang über den „Heiligen Sand“ statt. Dabei erläutern die Gästeführer die Besonderheiten des jüdischen Friedhofs mit seiner Geschichte und seiner einzigartigen Atmosphäre.

Im November werden die Führungen bereits um 14 Uhr beginnen, ausgenommen sind Karfreitag sowie der 22. Mai, 11. und 25. September.

Der Rundgang wird von der Tourist Information angeboten und richtet sich an Einzelgäste und Kleingruppen bis sechs Personen. Männliche Besucher müssen eine Kopfbedeckung tragen.

Tickets zu € 10,00 sind bis zum Beginn der Führung online unter www.ticket-regional.de/tiworms erhältlich („Ticket auf’s Handy“) sowie im Vorverkauf in der Tourist Information, Shop am Dom und allen weiteren Ticket Regional Vorverkaufsstellen. Kinder bis 14 Jahre sind frei. Weitere Infos: www.worms-erleben.de

Hybrider Vortrag im Rahmen von SchUM Insights am 31. März im Landesmuseum Mainz

Ein Raum nur für Frauen (?). Neue Einsichten in die Entwicklung von Frauensynagogen in den SchUM-Städten

Viele Traditionen des heutigen Judentums erscheinen als althergebracht und tief in der Religion verwurzelt. Auch die Trennung von Männern und Frauen im synagogalen Raum gilt oft als eine solche selbstverständliche Praxis. Doch ein genauerer Blick zeigt: Hinter vielen dieser Bräuche

SchUM Insights 31. März

Viele Traditionen des heutigen Judentums erscheinen als althergebracht und tief in der Religion verwurzelt. Auch die Trennung von Männern und Frauen im synagogalen Raum gilt oft als eine solche selbstverständliche Praxis. Doch ein genauerer Blick zeigt: Hinter vielen dieser Bräuche verbirgt sich eine lange Entwicklungsgeschichte, die von kulturellen und historischen Einflüssen geprägt ist.

Frau Dr. Friederike Schöpf, ausgewiesene Expertin für antikes Judentum, mittelalterliche Synagogen und Entwicklung der Frauensektion in der Synagoge am Institut für Jüdische Studien der Universität Münster, wird in ihrem hybriden Vortrag die Entstehung und Entwicklung der Frauensynagogen nachzeichnen und neue Perspektiven auf das religiöse Leben in den SchUM-Gemeinden anhand dieser besonderen Orte zu eröffnen.

DI 31. März 2026, 18 Uhr

Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49-51, 55116 Mainz

Anmeldung per E-Mail bis zum 30. März um 12 Uhr unter: anmeldung_at_gdke.rlp.de. Der Zugangslink wird den Teilnehmenden nach Anmeldeschluss per E-Mail zugeschickt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Mit einem bunten Festjahr feiert das erste jüdische Welterbe Deutschlands sein fünfjähriges Jubiläum

SchUM feiert 5 Jahre Welterbe

Am 27. Juli 2021 um 15:47 Uhr war es soweit: Nach jahrelangen Bemühungen wurden die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz als UNESCO Welterbe anerkannt – das erste jüdische Welterbe in Deutschland und Erbe für die gesamte Menschheit. Mit einem bunten

Beflaggung Speyer 2021

Am 27. Juli 2021 um 15:47 Uhr war es soweit: Nach jahrelangen Bemühungen wurden die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz als UNESCO Welterbe anerkannt – das erste jüdische Welterbe in Deutschland und Erbe für die gesamte Menschheit. Mit einem bunten Festjahr feiert der SchUM-Städte Speyer, Worms, Mainz e. V. gemeinsam mit den SchUM-Städten 2026 das erste Jubiläum im „Jerusalem am Rhein“.

Die seit dem Mittelalter eng miteinander verbundenen jüdischen Gemeinden in den drei Kathedralstädten am Rhein Speyer, Worms und Mainz hatten immensen Einfluss auf die Architektur, die Kultur, die liturgische Dichtung und das religiöse Recht des nord-, mittelund osteuropäischen Judentums (Aschkenas). Seither gelten die SchUM-Gemeinden als Zentrum und Wiege des aschkenasischen Judentums. Hier sind vorbildgebende Synagogenbauten, beeindruckende und richtungsweisende Ritualbäder sowie die ältesten erhaltenen jüdischen Friedhöfe Europas entstanden und als Zeugnisse des reichen jüdischen Lebens heute noch zu entdecken. Es sind herausragende Belege der 1.000-jährigen Geschichte von Jüdinnen und Juden am Rhein. Der Begriff SchUM setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der hebräischen Städtenamen zusammen: Schpira - Speyer, Warmaisa - Worms, Magenza – Mainz. Die SchUMStätten und ihr Erbe verbinden jüdische mit europäischer und globaler Geschichte.
Site-Managerin der SchUM-Stätten und Geschäftsführerin des SchUM-Städte e. V., Birgit Kita, betont die herausragende Bedeutung des Welterbes: „Fünf Jahre UNESCO-Welterbe sind ein wichtiger Meilenstein – doch SchUM klingt in der jüdischen Welt seit fast 1.000 Jahren nach. Architektur, Kultur und religiöse Traditionen, die hier entstanden sind, erzählen von einer einzigartigen Geschichte, von dunklen und hellen Zeiten des jüdischen Lebens am Rhein, die bis heute Identität stiftet – in Deutschland und weltweit. An keinem anderen Ort sind die Zeugnisse so eindrucksvoll erhalten wie im Jerusalem am Rhein.“

Über das gesamte Jahr hinweg erwartet Besucherinnen und Besucher ein vielseitiges Programm – von Ausstellungen, festlichen Events wie der Eröffnung des ersten SchUM-Besuchszentrums in der SchUM-Stadt Mainz oder der feierlichen Übergabe der Welterbe-Urkunde-Kopien an die Vorstandsmitglieder des SchUM-Städte e. V. samt festlicher Jahresfeier in Speyer bis hin zu wissenschaftlichen Vorträgen und Workshops. „Das Welterbe verbindet uns – über Zeiten, Religionen, Kulturen und Grenzen hinweg. Wir freuen uns gemeinsam mit den Menschen vor Ort und aus der Region diese internationale Strahlkraft jüdischen Lebens mit den Events im Jubiläumsjahr zu feiern“, so Birgit Kita.
Stefanie Seiler, Vorstandsvorsitzende und Oberbürgermeisterin der Stadt Speyer, ergänzt: „Schon seit dem Mittelalter richtet die Welt ihren Blick auf SchUM. Seit fünf Jahren steht unser serielles Welterbe für Geschichte von internationalem Rang und unsere gemeinsame Verantwortung, dieses Erbe der Menschheit weiter in die Welt zu tragen. Die Eröffnung des ersten Besuchszentrums für das Welterbe in Mainz sowie die Übergabe der Welterbe-Urkunde-Kopien in Speyer unterstreichen die vertrauensvolle Zusammenarbeit und würdigen das Engagement aller Beteiligten. Zugleich wird dadurch deutlich, dass die Bedeutung von SchUM nur im Zusammenspiel der beteiligten Städte vollständig erfahrbar wird.“

Die einzelnen Veranstaltungen und Termine werden in Kürze bekanntgegeben.

Unsere Website wird derzeit überarbeitet

Um Ihnen bald ein optimiertes Nutzungserlebnis sowie aktualisierte Inhalte und neue Funktionen bieten zu können, wird unsere Website aktuell umfassend überarbeitet. Einige Bereiche und Funktionen stehen daher vorübergehend nicht wie gewohnt zur Verfügung. Aber keine Sorge – wir sind

Coming Soon Website

Um Ihnen bald ein optimiertes Nutzungserlebnis sowie aktualisierte Inhalte und neue Funktionen bieten zu können, wird unsere Website aktuell umfassend überarbeitet.

Einige Bereiche und Funktionen stehen daher vorübergehend nicht wie gewohnt zur Verfügung. Aber keine Sorge – wir sind bald wieder für Sie da!

Selbstverständlich finden Sie weiterhin Wissenswertes zu den SchUM-Stätten in Speyer, Worms und Mainz sowie hilfreiche Informationen rund um Ihren Besuch in SchUM auf den entsprechenden Seiten.

Bleiben Sie gespannt – wir halten Sie auf dem Laufenden und freuen uns schon darauf, Ihnen bald unsere neue Website präsentieren zu dürfen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Mit Social-Media immer up-to-date sein!

Für tagesaktuelle News, Ankündigungen von Terminen und Events in den SchUM-Städten Speyer, Worms und Mainz oder spannende Einblicke in die Arbeit des SchUM-Städte e.V. folgen Sie uns auch gerne auf unseren Social-Media-Kanälen unter welterbe.schum. Wir freuen uns auf den Austausch!

QR-Codes der Social-Media-Kanäle

Für tagesaktuelle News, Ankündigungen von Terminen und Events in den SchUM-Städten Speyer, Worms und Mainz oder spannende Einblicke in die Arbeit des SchUM-Städte e.V. folgen Sie uns auch gerne auf unseren Social-Media-Kanälen unter welterbe.schum. Wir freuen uns auf den Austausch!

Die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz sind UNESCO-Welterbe!

Judensand Mainz
© Carsten Costard

Seit 27. Juli 2021 sind die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz UNESCO-Welterbe!

Die SchUM-Stätten umfassen einzigartige, vorbildgebende Gemeindezentren, Monumente und Friedhöfe. Es sind herausragende, besonders frühe und in einzigartiger Dichte und Vollständigkeit erhaltene Zeugnisse einer lebendigen jüdischen Tradition in dieser Region und darüber hinaus. Die SchUM-Stätten erzählen vom Verbund der SchUM-Gemeinden im Mittelalter. In ihnen zeigen sich die bauliche Innovationskraft und die herausragende Gelehrsamkeit. Hier gab es Schnittpunkte und auch Austausch mit der nichtjüdischen Umgebungskultur. Hier spiegeln sich die hellsten und dunkelsten Zeiten jüdischer Geschichte. Hier stand die Wiege des aschkenasischen Judentums und hier reichen die jahrhundertealten Wurzeln in eine jüdische Gegenwart und Zukunft hinein.
UNESCO-Website zu SchUM

Speyer, Innenraum der Synagoge im 12. Jh. (Rekonstruktion)
Dannie Klompsma

»I do not have to explain it to you, but in Ashkenazi Jewish history the Rheinland is the cradle of European Jewry. To be around in the ShUM cities is connecting to the earliest traditions of the pioneer Jews who entered Europe through Rome and Italy. It connects us physically to the Chasidei and Chachmei Ashkenaz, who shaped (world) Judaism so prominently.«

Filme zu SchUM

Filme zu den SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz finden Sie auf dieser Seite und auf unserem YouTube Kanal.

Stimmen für SchUM

OB Stefanie Seiler
OB Stefanie Seiler© Karl Hoffmann
Stefanie Seiler Oberbürgermeisterin der Stadt Speyer/Vorstandsvorsitzende des SchUM e.V.

»Die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz sind sichtbares, einzigartiges jüdisches Erbe - und seit Ende Juli 2021 auch UNESCO-Welterbe! Dieses Ziel nach vielen Jahren intensiver Forschung, Abstimmungen und kreativer Prozesse erreicht zu haben, erfüllt alle Beteiligten mit großer Freude. Wir möchten das jüdische Welterbe SchUM noch bekannter machen und an diesen Stätten zeigen, wie vielfältig, innovativ und prägend die jüdischen SchUM-Gemeinden waren. Wir wünschen uns, dass die drei Städte und all die Gäste, die staunend vor und in den Synagogen und Ritualbädern stehen und die 'Ewigen Orte', die jüdischen Friedhöfe besuchen, unsere Botschaft weitertragen. Für einen angemessenen und sorgsamen Umgang mit den SchUM-Stätten und für die Verantwortung, die wir alle für die jüdische Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft tragen.«

Aron Schuster
Aron Schuster© Uwe Steinert
Aron Schuster Direktor der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland

»Für das jüdische Leben in Deutschland und Europa sind die SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz von maßgeblicher Bedeutung. Sie sind der Ursprung einer langen und bedeutenden Geschichte, vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Die in den SchUM-Gemeinden wurzelnden Traditionen haben bis heute Gültigkeit und Einfluss auf jüdisches Leben weltweit.

Herausragende Persönlichkeiten, wie Raschi und Rabbi Gerschom haben aus dem heutigen Rheinland-Pfalz heraus das aschkenasische Judentum maßgebend geprägt.

Mit der Anerkennung der SchUM-Städte als UNESCO-Weltkulturerbe ist es möglich, die Vergangenheit dieses weltweit einmaligen Erbes zu bewahren, es in die Gegenwart zu bringen und daraus für die Zukunft zu lernen.«

Petra Gerster
Petra Gerster© Rico Rossival
Petra Gerster Journalistin, bis Ende 05/2021 ZDF-Redakteurin

»Als Wormserin bin ich nicht nur im Schatten des tausend Jahre alten Doms aufgewachsen, sondern auch in unmittelbarer Nachbarschaft zum ebenso alten jüdischen Friedhof ‚Heiliger Sand‘. Seine windschiefen uralten Grabsteine - manche mit kleinen Steinchen belegt - waren mir schon als Kind vertraut und erfüllten mich mit Ehrfurcht und Stolz, vor allem wenn ich hörte, dass dies der älteste erhalten jüdische Friedhof Europas ist. Zusammen mit Mainz und Speyer bildete Worms das Zentrum des jüdischen Lebens in alter Zeit, als es entlang des Rheins eine blühende jüdische Kultur gab.

Doch während heute jeder die Bedeutung der romanischen Dome von Speyer, Worms und Mainz kennt, wissen nicht viele, wie sehr diese drei Städte auch durch ihre jüdische Bevölkerung geprägt wurden. Davon zeugen neben den Friedhöfen auch Synagogen und Ritualbäder, Frauenschuln und Raschi-Lehrhaus. Es war höchste Zeit, dass SchUM als Wiege des aschkenasischen Judentums am Rhein bekannt und als Welterbe gewürdigt wird.«

Thorsten Mühl
Thorsten Mühl© Sparkasse Mainz
Thorsten Mühl Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz

»Die Auszeichnung ›Welterbe‹ verdeutlicht, wie einmalig der Wert einer Kulturstätte ist. Dabei sind die SchUM-Stätten nicht erst heute bedeutsam: Schon vor vielen Jahrhunderten bildeten Sie einen Verbund, der prägend für Architektur, Kultur, Religion und Rechtsprechung des Judentums in Mittel- und Osteuropa war – und bis heute ist. Mit dem Erhalt der SchUM-Stätten wird deutlich, dass jüdisches Leben seit jeher seinen Platz in unserer Region hat. Dieses Andenken ist das wahre Erbe, das uns die verbliebenen historischen Zeugnisse heute und in Zukunft vor Augen führen. Über die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe freuen wir uns daher ganz besonders.«

Rabbinerin Dr. Eliza Klapheck
Rabbinerin Dr. Eliza KlapheckRafael Herlich
Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck Frankfurt am Main

»Man fühlt in den SchUM-Stätten noch stets den rabbinischen genius loci. Ein Ausflug dorthin gibt mir immer Inspiration.«

Ihre Fördermitgliedschaft im SchUM-Städte e.V.

Über eine fördernde Mitgliedschaft unterstützen Sie pädagogische und museale Angebote, Veranstaltungen und die Gestaltung von Infomaterial. Fördernde Mitglieder werden über Strategien des Vereins informiert und erhalten weitere Angebote.
Jede Person, die uns so unterstützt, ist ein/e aktiver Botschafter_in für SchUM!